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LGT Beacon: Taktische Anlagepolitik für das Q4/2018

12. September 2018

Nach Abschluss unserer Quartalsstrategierunde erläutern wir in dieser Ausgabe, wie LGT Capital Partners die Makro- und Marktentwicklungen für die nächsten Monate beurteilt. In Summe haben wir in den Fürstlichen Strategien unsere Aktienquote in Richtung neutral reduziert, wobei sich unsere regionale Präferenz erneut zugunsten der USA verschoben hat.

Das Konjunkturbild hat sich leicht eingetrübt: Die Weltwirtschaft wächst zwar ansehnlich weiter, der zyklische Zenit dürfte aber hinter uns liegen. Damit hat sich auch der Aus-blick für die Inflation, der ohnehin nie extrem war, entspannt.

  • Im unserem Hauptszenario sehen wir daher global eine moderate Wachstumsverlangsamung mit tendenziell – aber nicht substantiell - höheren Inflationsraten
  • Im (weniger wahrscheinlichen) alternativen Risikoszenario rechnen wir nicht mehr wie bisher mit einer stagflationären Entwicklung (d.h. weniger Wachstum, aber mehr Inflation), sondern mit einem normalen Ab-schwung (weniger Wachstum und weniger Inflation). Eine Rezession halten wir allerdings für unwahrscheinlich

Die Zinsen sind zwar in den USA tendenziell am Steigen, gingen aber zuletzt am langen Ende wieder etwas zurück und bleiben auf tiefem Niveau, was keine akute Inflationsgefahr signalisiert. In einigen Schwellenländern (z.B. Argentinien, Türkei) dürfte die Teuerungsrate nach den jüngsten Währungsabwertungen zwar klar und deutlich zunehmen – insgesamt bleibt der Ausblick auch für diese Ländergruppe im historischen Kontext jedoch weiterhin eher moderat.

Die Bewertungen sind mit wenigen Ausnahmen (z.B. US-Technologiesektor, Teil des US-Risikoanleihenmarktes) generell nicht teuer, teilweise sogar günstig. Die in einigen Sektoren gestiegene Verschuldung der Unternehmen mahnt teil-weise zur Vorsicht, ist aber letztlich zugleich typisch für spät-zyklische Konjunkturphasen und wird durch das hohe Gewinnwachstum der Unternehmen relativiert. Ähnliches gilt für die (im Vergleich zu anderen Regionen) hohen Bewertungen von US-Aktien. Diese sind erstens nicht sehr teuer, und zweitens aufgrund des starken Unternehmensgewinn-wachstums berechtigt. Allerdings kommen in letzter Zeit diverse regionale Unterschiede stärker zum Vorschein. Das bedeutet, dass der an sich weiter konstruktive Fundamental-ausblick nicht automatisch zu einer risikofreundlichen Positionierung führt.

Weltwirtschaft: Erste Divergenzen

Insgesamt befindet sich die Weltwirtschaft also immer noch auf Wachstumskurs, doch der synchrone Aufschwung ist wahrscheinlich hinter uns und die globale Konjunktur ver-liert an Fahrt (Grafik 1). Die USA könnten erneut die einzige Ausnahme darstellen und weiter auf Hochtouren als globale Konjunkturlokomotive fungieren. Präsident Donald Trumps Wirtschaftspolitik (Deregulierung, Bürokratieabbau, Steuer-reform) wirkt. Selbst die drohenden Handelskriege konnten die Stimmung der amerikanischen Unternehmer und Konsumenten nicht eintrüben, wie die letzten Umfragen und auch die Marktentwicklung noch einmal bestätigten.

Der global lange synchrone Zyklus ist aber dennoch etwas ins Stottern gekommen (Grafik 3). Die Eurozone hat sich konjunkturell abgekühlt und Japan hat an Dynamik verloren. Insbesondere aber der Ausblick für einige Schwellenländer (Emerging Markets, EM) hat sich nach den jüngsten Turbulenzen abgeschwächt.

Die teilweise deutlich tieferen Währungen erhöhen die Fremdschuldenlast und treiben die Heimzinsen höher. Auch in China ebbt der jüngste Aufschwung ab und der Handels-konflikt mit den USA und die Börsenverluste von mehr als zwanzig Prozent seit Januar belasten zusätzlich.

Die Finanzmärkte haben angesichts der global zunehmen-den Divergenzen entsprechend reagiert, und obwohl der Bullenmarkt weiterhin vorherrscht, haben die Problemthemen die Märkte unsicherer und nachrichtensensitiver gemacht.

Fünf Risikothemen im Visier

Wie geht es nun weiter in den kommenden drei bis sechs Monaten? Wir untersuchten in diesem Sinne fünf relevante Themen. Drei davon stuften wir als beobachtungswert ein, sahen letztlich deswegen keinen Handlungsbedarf auf Allokationsebene (diese Sachverhalte spielen natürlich im laufenden Portfoliomanagement der verschiedenen Teams eine Rolle):

  • US-Zwischenwahlen im November
  • Spannungen zwischen Italien und der EU («Quitaly»)
  • Verhärtung bei den «Brexit»-Verhandlungen

Zwei weitere Themen stuften wir allerdings als schwerwiegender ein, mit Konsequenzen für die Allokation:

  • Handelskonflikte (bzw. «Handelskrieg», ein Begriff, den wir allerdings für überzogen halten)  
  • Schwellenländerkrisen bzw. Ansteckungsgefahr

Im Einzelnen schätzen wir diese Punkte wie folgt ein: Lesen Sie weiter im LGT Beacon

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Anmerkung: Die nächste Ausgabe des LGT Beacon erscheint voraussichtlich Mitte Oktober 2018.

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