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LGT Navigator: Arbeitsmarktbericht aus Washington im Fokus

2. Juli 2021

Im Zentrum des Geschehens steht heute die monatliche Arbeitsmarktstatistik aus den USA, die wiederum auch einen direkten Einfluss auf die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank hat. Im Vorfeld zeigte sich die Wall Street weiterhin in Bestform, gestützt durch positive Konjunkturindikatoren und die Aussicht auf billionenschwere Infrastrukturinvestitionen. Währenddessen überschattet in Asien und Europa die Unsicherheit hinsichtlich der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus die Börsenstimmung.  

Arbeitsmarktbericht aus Washington im Fokus

In New York legte der marktbreite S&P 500 um +0.52% auf 4'319.94 Punkte zu und erreichte zeitweise erneut ein Rekordhoch. Der Dow Jones Industrial beendete den Handel am Donnerstag bei 34'633.53 Zählern (+0.38%) und nähert sich damit wieder der Marke von 35’000 Punkten an. An Asiens Aktienmärkten sorgt die Ausbreitung der Delta-Covid-19-Variante für Zurückhaltung.

Mit Spannung erwarten Investoren den heute Nachmittag um 14:30 Uhr (MEZ) zur Veröffentlichung stehenden US-Arbeitsmarktbericht. Analysten gehen von einem kräftigen Zuwachs von 700'000 Jobs aus –der Landwirtschaftssektor wird nicht miteinberechnet. Im Mai wurde eine Zunahme von 559'000 Stellen verzeichnet. Ein positives Zeichen setzten auch die gestern veröffentlichten Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung in den USA. So ging die Zahl der Erstanträge in der vergangenen Woche stärker als antizipiert um 51'000 auf 364'000 zurück.

US-Industrie bleibt auf solidem Wachstumskurs, wird aber durch Kapazitätsengpässe belastet

Der Einkaufsmanagerindex des Branchenverbandes ISM (Institute for Supply Management) gab im Juni um 0.6 auf 60.6 Punkte etwas stärker nach als von Analysten (Konsens 61.0) erwartet. Die anhaltende Erholung im Industriesektor wird durch Engpässe bei Material und Material- und Arbeitskräftemangel belastet.

EZB-Chefin Lagarde tönt Rücknahme des Dividenden-Moratoriums an

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) und Vorsitzende des Systemrisikorats (ESRB) Christine Lagarde meinte, dass die Empfehlung an die Geschäftsbanken, auf die Ausschüttung von Dividenden zu verzichten, bald zurückgenommen werden könnte. Anlässlich einer Anhörung des Wirtschafts- und Währungsausschusses des Europaparlaments sagte Lagarde, dass der ESRB-Rat dies beim nächsten Meeting am 23. September beraten werde.

Euro-Industrie wächst im Rekordtempo

Die Erholung im Industriesektor in der Eurozone setzte sich im Juni fort. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Londoner Instituts IHS Markit verbesserte sich den vierten Monat in Folge und kletterte von 63.1 Punkten im Mai auf 63.4 Zähler (Analystenkonsens 63.1). Die Umfrageergebnisse verdeutlichen auch, dass die Unternehmen ihre Preise aufgrund der starken Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot so stark angehoben haben wie noch nie seit Beginn der Datenserie.

In den 19 Euroländern hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Schnitt verbessert. Die Arbeitslosenquote sank gemäss dem Statistikamt Eurostat von 8.1% im April auf 7.95% im Mai. In der Eurozone waren demnach 12.8 Mio. Personen ohne feste Anstellung. In der gesamten EU waren es 15.28 Mio.

Britische Industrie mit Gegenwind

Die Industrieunternehmen in Grossbritannien zeigten sich in der neusten Umfrage von IHS Markit überraschend negativer. So gab der Einkaufsmanagerindex im Juni stärker als erwartet von dem im Mai registrierten Rekordhoch von 65.6 Punkten auf 63.9 Zähler nach. Nichtsdestotrotz bleibt die britische Industrie damit aber weiterhin auf einem soliden Wachstumspfad.

Wirtschaftskalender 2. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Einzelhandelsumsätze (Mai, J/J) +4.4%
11:00 EZ Erzeugerpreise (Juni, J/J) +7.6%
14:30 USA Beschäftigung (ex-Agrar, Juni) +559'000
14:30 USA Arbeitslosenrate (Juni) 5.8%
14:30 USA Durchschnittliche Stundenlöhne (Juni, J/J) +2.0%
14:30 USA Handelsbilanz (Mai)  USD -68.9 Mrd.
14:30 EZ Rede von EZB-Präsidentin Lagarde 

 

Unternehmenskalender 2. Juli

Land Unternehmen Periode
USA Ford Motor Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.