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LGT Navigator: Bilanzsaison rückt in den Fokus

14. Januar 2020

Die Hoffnung auf eine weitere Entspannung im Iran-Konflikt und die Aussicht auf die Unterzeichnung eines Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China stützten die internationalen Aktienmärkte zum Wochenbeginn. Ins Zentrum rückt nun die anstehende Unternehmensberichtssaison in den USA. Als erste werden heute die beiden Grossbanken JPMorgan Chase und Citigroup ihre Quartalsbilanzen vorlegen.

Unternehmensberichtssaison

Neben dem antizipierten Abschluss eines «Phase-1-Deals» zwischen Washington und Peking werden die Anleger ihr Augenmerk nun vor allem auf die Quartalsergebnisse amerikanischer Blue-Chip-Unternehmen richten. Im Schnitt erwarten Analysten für die 500 grössten US-Firmen im Q4 erneut einen moderaten Gewinnrückgang.

Chinas Aussenhandel mit starkem Jahresende

Trotz des andauernden Handelskonflikts mit den USA haben Chinas Exporte im Dezember kräftiger als erwartet zugelegt. Die Ausfuhren der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft stiegen Ende des letzten Jahres um +9% (Konsens +2.9%) gegenüber der Vorjahresperiode. Die Einfuhren erhöhten sich gleichzeitig um +17.7% (+8.6%). Chinas Importe aus den USA brachen um knapp -21% ein und die chinesischen Exporte in die USA gingen um -12.5% zurück. Im Gesamtjahr macht sich der Handelskrieg aber deutlich bemerkbar: So stiegen Chinas Exporte in US-Dollar 2019 um lediglich +0.5% und die Importe gingen um -2.8% zurück. Analysten hatten allerdings mit noch schwächeren Zahlen gerechnet.

Washington kommt Peking einen Schritt entgegen

Die US-Regierung stuft China nicht mehr als Währungsmanipulator ein. Laut US-Finanzministerium habe China «durchsetzbare Zusagen gemacht, von einer Abwertung des Wettbewerbs Abstand zu nehmen». Die chinesische Regierung werde Schritte unternehmen, um eine anhaltend schwache Währung zu vermeiden, eine grössere Marktöffnung zu ermöglichen und seine langfristigen Wachstumsaussichten zu stärken.

OECD-Indikatoren signalisieren moderates Wirtschaftswachstum

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) präsentierte gestern ihre Frühindikatoren für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Demzufolge sollte sich das Wachstum in den meisten grossen OECD-Staaten unterhalb des langfristigen Trends stabilisieren. Die Frühindikatoren deuten auf eine stabile Wachstumsdynamik in der Eurozone, Japan und Kanada hin. In den USA, Deutschland und Grossbritannien hätten sich laut OECD die Anzeichen einer Stabilisierung bestätigt. Bei den grössten Schwellenländern, die jedoch nicht zur OECD gehören, zeigt sich eine stabile Wachstumsdynamik für China und Russland und eine leicht verbesserte Wachstumsdynamik in Brasilien. Währenddessen habe Indiens Wirtschaft aber etwas an Schwung verloren.

Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in Grossbritannien scheinen sich zu verdichten

Spekulationen auf eine baldige Zinslockerung der Bank of England erhielten gestern nochmals Auftrieb, nachdem neuste Daten zeigten, dass die britische Wirtschaft im November spürbar geschrumpft ist. Den Angaben des Statistikamts ONS zufolge schrumpfte die Wirtschaftsleistung im November um -0.3% zum Vormonat. Bereits Ende der letzten Woche hatte Notenbankchef Mark Carney eine Zinssenkung in Aussicht gestellt, sollte die Wirtschaft an Dynamik verlieren und durch den Brexit negativ beeinträchtigt werden. In der Folge geriet das britische Pfund unter Abwertungsdruck und die Renditen britischer Staatsanleihen gaben nach.

Spekulationen um Ende der französisch-japanische Dreierallianz

Die Aktie des französischen Autoherstellers Renault fiel gestern um zeitweise rund -4% auf ein Sechsjahrestief nachdem Medienberichte gemeldet hatten, dass die Allianz mit dem japanischen Partner Nissan zunehmend bröckeln solle. Nach der spektakulären Flucht des früheren Topmanagers Carlos Ghosn aus Japan soll Nissan nach 20 Jahren nun einen Bruch der Allianz mit Renault und Mitsubishi erwägen, hiess es. Heute Morgen dementierte Renault die Gerüchte um eine Auflösung der Kooperation mit Nissan. Die Allianz zwischen Renault und seinen japanischen Partnern sei «solide, robust, alles andere als tot», kommentierte Renault-Chef Jean-Philippe Senard.

 

Wirtschaftskalender 14. Januar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
14:30 US Verbraucherpreise (M/M) +0.3%
14:30 US Verbraucherpreise (J/J) +2.1%
14:30 US Kern-Verbraucherpreise (J/J) +2.3%

Unternehmenskalender 14. Januar

Land Unternehmen Periode
US JPMorgan Chase Q4
US Citigroup Q4

 

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.