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LGT Navigator: Börsen in einem anspruchsvollen Spannungsfeld

14. August 2020

Die Aussicht auf weitere massive Konjunkturhilfen, eine anhaltend expansive Geldpolitik der grossen Zentralbanken sowie die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft vom Corona-Schock bleiben die Haupttriebfedern für die Aktienmärkte und sorgten dafür, dass einige Indizes ihre Corona-bedingten Verluste wieder wettmachen konnten. Sorgen bereiten hingegen die wieder steigenden Covid-19-Infektionszahlen in europäischen Ländern sowie die nach wie vor angespannte Pandemielage in den USA und Südamerika. Die Börsen und Anleger müssen wie so oft in einem anspruchsvollen Spannungsfeld agieren.

Börsen in einem anspruchsvollen Spannungsfeld

Die US-Aktienindizes gaben nach den jüngsten Gewinnen gestern überwiegend nach. Der Dow Jones Industrial verlor -0.29% und schloss bei 27 896.72 Punkten und der marktbreite S&P 500 gab um -0.17% auf 3 373.43 Zähler nach. Der Nasdaq 100 beendete nach seinem jüngsten Rekordhoch das Tagesgeschäft mit einem Plus von +0.19% bei 11 178.37 Punkten. Unter den Einzelwerten fiel gestern vor allem der Netzwerkausrüster Cisco auf, der mit seiner Prognose für das laufende Quartal die Markterwartungen enttäuschte. Die Aktie sackte daraufhin um rund -11% ab. Insgesamt wurde die Börsenstimmung in New York von weiterhin ausstehenden Fortschritten bei den immer noch laufenden, aber äusserst zähen Verhandlungen über ein weiteres US-Corona-Hilfspaket belastet.

US-Staatsanleihen verzeichneten gestern die schlechteste Woche seit Monaten, nachdem der Versuch eine Rekordmenge an 30-jährigen Treasuries zu verkaufen auf eine nur schwache Nachfrage der Investoren gestossen war.

In Asien dämpften neuste Konjunkturdaten aus China die Stimmung der Anleger und viele Indizes tendierten ohne klare Richtung. So verzeichneten in China die Einzelhandelsumsätze im Juli überraschend einen Rückgang. Im Vergleich zur Vorjahresperiode gaben die Umsätze der Retailer um -1.1% nach. Analysten hatten mit einer moderaten Zunahme gerechnet. Gleichzeitig stieg Chinas Industrieproduktion im Juli auf Jahressicht zwar um +4.8%, blieb damit aber etwas hinter den Erwartungen der Ökonomen von +5.1% zurück.

US-Regierung zieht positive Zwischenbilanz im US-Handelskonflikt

Der oberste Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, stimmte in Bezug auf die Beziehungen zu China versöhnliche Töne an. Die US-Regierung werde wohl eine positive Zwischenbilanz des im Januar unterzeichneten Handelsabkommens mit China ziehen und man sei zufrieden damit, wie China seinen Verpflichtungen zum Kauf von US-Importen zunehmend nachkomme, so Kudlow. Am Samstag sollen die Spitzen der Handelsdelegationen per Videokonferenz erstmals das Phase 1-Abkommen hinsichtlich der Umsetzung einer halbjährlichen Überprüfung unterziehen. In den vergangenen Monaten hatten sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern wieder dramatisch verschlechtert.

US-Arbeitsmarktdaten bekräftigen Hoffnungen auf eine Erholung

Die Zahl der wöchentlich gemeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung ist erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie im März unter die Marke von einer Million gesunken. Den Angaben des US-Arbeitsministeriums in Washington zufolge ging die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis in der Woche zum 8. August gegenüber der Woche zuvor um 228 000 auf 963 000 zurück, das ist deutlich weniger als Analysten mit 1.1 Mio. erwartet hatten. Insgesamt erhielten per 1. August 15.486 Mio. Personen Arbeitslosenunterstützung und damit 604 000 weniger als in der Woche zuvor.

Mehrwertsteuersenkung drückt deutsche Teuerung in den negativen Bereich

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli um -0.1% gegenüber der Vorjahresperiode und damit erstmals seit gut vier Jahren wieder gesunken. Letztmals war die Jahresinflation im April 2016 negativ. Auf Monatssicht sanken die Lebenshaltungskosten in Europa grösster Volkswirtschaft im letzten Monat um -0.5%. Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hat die Bundesregierung die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an für ein halbes Jahr von 19% auf 16%, respektive 7% auf 5% gesenkt.

 

 

Wirtschaftskalender 14. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
11:00 EZ Handelsbilanz (Juli) +EUR 8.02 Mrd.
14:30 USA Detailhandelsumsätze (Juli, M/M) +7.5%
14:30 USA Produktivität (ex-Agrar, Juli, Q/Q) -0.9%
15:15 USA Industrieproduktion (Juli, M/M) +5.4%

 

Unternehmenskalender 18. August

Land Unternehmen Periode
CH Geberit Q2
USA Home Depot Q2
USA Walmart Q2

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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