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LGT Navigator: Das Marktumfeld bleibt herausfordernd

28. März 2022

An den Kapitalmärkten versuchen Investoren weiterhin die Risiken und wirtschaftlichen Auswirkungen einzuschätzen, die der offene Konflikt mit Russland, der weiter steigende Inflationsdruck und die restriktivere Geldpolitik mit sich bringen. Steigende Renditen amerikanischer Staatsanleihen bremsten die Stimmung an der Wall Street und neuerliche «Lockdowns» in China verstärken die Sorge vor anhaltenden globalen Lieferkettenproblemen. Der Krieg in der Ukraine geht unterdessen in unverminderter Härte weiter und die Hoffnungen auf eine Annäherung bei den direkten Gesprächen werden sich in Grenzen halten. Ende dieser Woche steht dann einmal mehr die Arbeitsmarktentwicklung in den USA im Mittelpunkt.

Das Marktumfeld bleibt herausfordernd

Die hohen Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Konflikt mit Russland und dem Krieg in der Ukraine bremsten die Aktienkurse und trübten die Stimmung an der New Yorker Börse vor dem Wochenende. Zudem blickten Aktienanleger auch auf den Anleihenmarkt, wo die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen mit 2.53% den höchsten Stand seit fast drei Jahren erreichten. Immerhin schloss der Dow Jones Industrial am Freitag +0.44% höher bei 34'861.24 Punkten, blieb aber unter der psychologisch wichtigen Marke von 35'000 Zählern. Der S&P 500 ging mit einem Tagesgewinn von +0.51% bei 4'543.06 Punkten aus dem Freitagshandel und an der Technologiebörse Nasdaq blieben die Indizes praktisch unverändert zum Vortagesschluss.

In Asien eröffneten die Aktienmärkte die neue Woche ohne klaren Trend. In China bremst das Coronavirus die Wirtschaftsaktivität in einigen Industriezentren aus. Chinas Finanzmetropole Shanghai verhängte für ihre 26 Millionen Einwohner einen «Lockdown» über neun Tage und wies alle Unternehmen an, die Produktion einzustellen oder die Mitarbeiter im «Home-Office» arbeiten zu lassen. In der Folge sanken auch die Ölpreisnotierungen. In Japan intervenierte die Bank of Japan, um höhere Renditen zu verhindern, was den Yen unter Druck setze.

Amerikaner so pessimistisch wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr

Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine, den daraus resultierenden geopolitischen Spannungen und einer Inflationsrate von knapp acht Prozent ist das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher im März auf den niedrigsten Wert seit Juli 2011 eingebrochen. Das Konsumentenstimmungsbarometer der Universität Michigan fiel von 62.8 auf 59.4 Punkte zurück. Dabei trübte sich sowohl die Einschätzung der gegenwärtigen Lage als auch der Ausblick ein. Eine rekordhohe Anzahl von rund einem Drittel der befragten Privathaushalte rechne damit, dass sich ihre finanzielle Lage verschlechtern würde.

Ukraine-Konflikt und hohe Energiepreise bremsen deutsche Unternehmen aus

Das Geschäftsklima in Europas grösster Volkswirtschaft hat sich aufgrund der hohen Unsicherheiten wegen des Ukraine-Kriegs stark eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex des Münchener Ifo-Instituts fiel dabei um 7.7 auf 90.8 Punkte zurück, womit der Einbruch noch deutlich stärker war als von Analysten erwartet (Konsens 94.2). Besonders pessimistisch beurteilten die Unternehmen ihren Ausblick. Hintergrund sind vor allem die stark gestiegenen Energiekosten und die anhaltenden Lieferkettenprobleme. Ein vollständiges Embargo russischer Energielieferungen könnte die deutsche Wirtschaft wohl noch stärker in die Bredouille bringen.

Mehr Flüssiggas aus den USA für die EU

Die Vereinigten Staaten wollen der Europäischen Union noch in diesem Jahr gemeinsam mit internationalen Partnern 15 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas (LNG) zusätzlich liefern, um damit die russischen Gasimporte in der EU zu ersetzen. Langfristig soll das Volumen US-Präsident Joe Biden zufolge dann auf 50 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ausgeweitet werden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich zuversichtlich, dass dadurch etwa ein Drittel der derzeitigen Gasimporte aus Russland ersetzt werden könnten.

Deutschland drückt bei der Verringerung der Abhängigkeit von russischer Energie aufs Tempo

Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck sieht Deutschland auf gutem Weg, die Abhängigkeit von russischen Energieimporten abzubauen. Dies geschehe in hohem Tempo, versicherte Habeck. Die Ölimporte könnten bis zum Sommer halbiert werden und bis zum Herbst könnte Deutschland bereits komplett auf russische Kohle verzichten. Hinsichtlich der Gaslieferungen könnte es Deutschland schaffen, bis Mitte 2024 unabhängig von russischen Lieferungen zu werden, hiess es am Freitag aus Berlin.

  

Wirtschaftskalender 28. März

MEZ Land Indikator Letzte Periode
12:00 GB Bank of England Governor Bailey spricht
15:30 USA Dallas Fed Geschäftsklimaindex (März) +14.0

 

Unternehmenskalender 28. März

Land Unternehmen Periode
DE BASF Investorentag

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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