Skip navigation Scroll to top
LGT
VALUES WORTH SHARING
Scroll to top

LGT Navigator: Erste Schritte zu einem Handelsabkommen halten Anleger bei Laune

8. November 2019

Die sich anbahnende Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie überwiegend positive Unternehmensnachrichten sorgten an den Aktienbörsen für eine weiterhin gute Stimmung. Im Gefolge der jüngsten Rekordjagd an der Wall Street kletterte der europäische Börsenbenchmark EuroStoxx 50 gestern zeitweise auf den höchsten Stand seit gut zwei Jahren. Währenddessen deutete die Bank of England vor dem Hintergrund des Brexits eine Zinslockerung an.

Handelskrieg

Aussagen der chinesischen wie auch der US-Regierung zufolge sollen sich die USA und China darauf geeinigt haben, als Bestandteil eines Teilabkommens die bereits gegenseitig erhobenen Strafzölle schrittweise zu reduzieren. Peking verlautete zudem, dass ein Abkommen innerhalb der nächsten Wochen unterzeichnet werden soll. In Sachen Handelskonflikt zwischen den USA und Europa zeigt sich der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker überzeugt, dass die US-Regierung keine neuen Zölle auf europäische Autoimporte verhängen wird. Washington will am 14. November entscheiden, ob die Abgaben auf Importe von Autos und Autoteilen aus der EU erhöht werden.

Chinas Aussenhandelsbilanz geprägt vom Handelskrieg

Vor dem Hintergrund des andauernden Handelskonflikts mit den USA gingen Chinas Exporte erneut zurück, jedoch in einem deutlich geringeren Ausmass als erwartet. Die Ausfuhren sanken gegenüber der Vorjahresperiode um -0.9%, verglichen mit einem Marktkonsens von -3.9% und einem Rückgang im Vormonat um -3.2%. Die Importe gingen um -6.4% zurück (Konsens -7.8%, Vormonat -8.3%). Was heraussticht, ist dass Chinas Exporte in die USA im Oktober um -16.2% und die Importe um -14.3% eingebrochen sind.

Bank of England signalisiert Zinslockerungspotenzial

Grossbritanniens Notenbank zeigt sich zunehmend besorgt angesichts der Risiken des bevorstehenden Brexits. Gouverneur Mark Carney beliess zwar den Leitzins wie erwartet unverändert bei +0.75%, stellte jedoch eine baldige Zinssenkung in Aussicht. Bereits gestern votierten zwei Mitglieder des geldpolitischen Rates der Notenbank für eine sofortige Lockerung. Zudem senkte die Bank of England auch ihre Wachstums- und Inflationsprognosen. Damit würde die britische Notenbank der Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) folgen, die bekanntlich ihre Geldpolitik bereits gelockert haben. Nach dem Zinsentscheid der Bank of England geriet das britische Pfund unter Druck. Mit Spannung werden in Grossbritannien nun die Neuwahlen am 12. Dezember erwartet. Nach der zuletzt mit Brüssel ausgehandelten Verschiebung soll das Königreich nun per Ende Januar «ordentlich» aus der EU austreten.

Walt Disney schlägt Gewinnerwartungen

Walt Disney hat mit seinen Q4-Zahlen die Markterwartungen betreffend Gewinn übertroffen, blieb jedoch betreffend Umsatz leicht unter dem Konsens. Netto verzeichnet der Unterhaltungskonzern im Schlussquartal einen Gewinn von USD 1.05 Mrd. oder USD 1.07 je Aktie verglichen mit einem Analystenkonsens von 95 Cents. Der Umsatz erhöhte sich auf Jahressicht um +34% auf USD 19.1 Mrd. (Konsens USD 19.2 Mrd.). In der Folge legte die Aktie nach Börsenschluss um fast +5% zu.

EZB und EU-Kommission gehen von anhaltender Schwächephase im Euroraum aus

Die EZB rechnet aufgrund eines schwachen Welthandels und länger andauernder Unsicherheiten mit einer anhaltenden Konjunkturschwäche in der Eurozone. Im zweiten Halbjahr sei anhand aktueller Daten und Umfrageergebnissen nur von einem moderaten Wachstum auszugehen, hiess es im gestern veröffentlichten Monatsbericht der Notenbank. Während die günstigen Finanzierungsbedingungen weiterhin positiv seien, investierten Unternehmen aufgrund der Unsicherheiten und geringerer Gewinnmargen weniger. Vor diesem Hintergrund sei eine umfangreiche konjunkturstützende Geldpolitik der Zentralbank weiterhin notwendig. Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch die EU-Kommission. Nach Einschätzung der Brüsseler Exekutive durchläuft Europas Wirtschaft eine Schwächeperiode. In der Folge korrigierte die Kommission ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr und geht nun von einem etwas geringeren BIP-Wachstum von +1.1% anstatt +1.2% aus. Für 2020 wird nun eine Wachstumsrate von +1.2% (zuvor +1.4%) in Aussicht gestellt. Das stärkste Wachstum in der Eurozone erwartet die EU-Kommission im laufenden Jahr in Irland mit stolzen +5.6%. Das schwächste Wachstum wird in Italien mit +0.1% erwartet.

 

Wirtschaftskalender 8. November

MEZ Land Indikator Aktuell
08:00 DE Exporte (M/M) -1.5%
08:00 DE Importe (M/M) +0.6%
08:45 FR Industrieproduktion (J/J) -1.4%
16:00 US Uni Michigan Konsumentenvertrauen 95.5

Unternehmenskalender 8. November

Land Unternehmen Periode
CH Richemont H1
DE Allianz Q3
US Duke Energy Q3

 

 

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Twitter, Facebook oder LinkedIn. Hier werden Sie laufend über die neusten Marktentwicklungen, LGT News und die aktuellen Beiträge im LGT Finanzblog informiert. Weitere Informationen: LGT Social Media.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.