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LGT Navigator: Fed bleibt auch nach Arbeitsmarktbericht auf Zinssenkungskurs

9. September 2019

An den Finanzmärkten wurde der Ende letzter Woche publizierte US-Arbeitsmarktbericht positiv aufgenommen, da damit eine neuerliche Zinssenkung der US-Notenbank im September als sicher erscheint. Zudem dürfen Anleger darauf hoffen, dass die nun wieder aufgenommenen Handelsgespräche zwischen den USA und China bald zu einem Erfolg führen. Im Mittelpunkt steht diese Woche der Zinsentscheid der EZB.

In den USA entstanden im August 130'000 neue Stellen, womit das Beschäftigungswachstum unter den von Analysten im Schnitt prognostizierten 160'000 Jobs lag. Der Vormonatswert wurde nur leicht von 164'000 auf 159'000 korrigiert. Die Arbeitslosenrate blieb mit 3,7% wie erwartet unverändert. Der leicht unter den Erwartungen ausgefallene Arbeitsmarktbericht dürfte der Fed den Weg freimachen, die Zinsen am 18. September erneut um einen Viertel Prozentpunkt zu senken. Der US-Notenbankchef zeigte sich bei einem Auftritt in Zürich am Freitag trotz anhaltender Risiken weiterhin zuversichtlich für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Insbesondere vor dem Hintergrund der «weiterhin bedeutsame Risiken für das Wirtschaftswachstum» sei die Fed bereit, angemessen zu handeln, um die Wirtschaft zu stützen, so Powell. Positive Impulse lieferten auch die Aussicht auf weitere Handelsgesprächen zwischen Washington und Peking im Oktober sowie eine gewisse Entspannung in Italien, wo die neue Regierung unter Ministerpräsident Giuseppe Conte versöhnliche Signale in Richtung Brüssel sendete. Im Zentrum des Interesses wird vor allem die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag stehen.

Japans Wirtschaft wächst langsamer

Die japanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal revidierten Daten zufolge nicht so kräftig gewachsen wie in einer ersten Berechnung in Aussicht gestellt wurde. Die auf das Jahr hochgerechnete Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts betrug im Q2 +1,3% verglichen mit der vorherigen Schätzung von +1,8%. Grund für die kräftige Korrektur waren insbesondere geringere Unternehmensinvestitionen, was darauf hindeutet, dass Japans Firmen durch den andauernden Handelsstreit zwischen den USA und China belastet werden. In den ersten drei Monaten des Jahres ist die Wirtschaft noch um revidierte +2,2% gewachsen.

Brexit – erneute Abstimmung über Neuwahlen

Der britische Premierminister Boris Johnson strebt trotz mehrfacher Niederlagen nach wie vor vorgezogene Neuwahlen Mitte Oktober an und will dafür heute nochmals versuchen, die Zustimmung des Unterhauses einzuholen. Damit will Johnson ein Gesetz gegen einen «harten Brexit» noch verhindern, jedoch hat die Opposition bereits ihren Widerstand angekündigt. Für eine Neuwahl bräuchte die Regierung die Zustimmung von zwei Dritteln aller Abgeordneten. Johnson war damit bei einem ersten Versuch am Mittwoch bereits gescheitert. Am Freitag hatte ein Gericht eine Klage gegen die von Premierminister Boris Johnson verhängte fünfwöchige Zwangspause des britischen Parlaments abgewiesen. Andererseits liess das High Court in London die Möglichkeit einer Berufung am höchsten britischen Gericht (Supreme Court) offen, was von den Klägern auch umgehend angekündigt wurde.

Unsicherheitsfaktoren hinterlassen Spuren in der Eurozonen-Wirtschaft

Die Wirtschaft im Euroraum ist im zweiten Quartal vor dem Hintergrund des andauernden Handelsstreits zwischen den USA und China nur noch um +0.2% zum Vorquartal gewachsen. Damit halbierte sich das Wachstum, das zu Jahresbeginn noch bei +0.4% lag. Während die Exporte stagnierten, sorgten Konsum und Investitionen noch für Rückenwind. Unterdessen hat die deutsche Industrie im Juli ihre Produktion stärker als vermutet und den zweiten Monat in Folge zurückgefahren. Die Industrieproduktion sank demnach um -0.6% zum Vormonat, während Ökonomen einen Anstieg um +0.3% prognostiziert hatten. Insgesamt bleibt die Industriekonjunktur schwach und angesichts des schwachen Starts in das zweite Halbjahr sowie der ausbleibenden Erholung bei den Auftragseingängen, sei noch keine Besserung der Industriekonjunktur abzusehen, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium. Die schwächere Weltkonjunktur, der andauernde Handelskonflikt und der Brexit machen der exportabhängigen deutschen Wirtschaft zu schaffen. Dies wird vor allem auch beim Bestellungseingang deutlich, der im Sommer wegen der sinkenden Nachfrage aus Übersee den stärksten Auftragsschwund seit einem halben Jahr verzeichnete.

Russische Zentralbank senkt erneut Zinsen

Die russische Notenbank lockerte erneut ihren Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt auf 7,0% und stellte weitere Zinssenkungen in Aussicht, falls sich die Verbraucherpreise wie erwartet entwickeln. Die während langer Zeit hohe Inflation war zuletzt stark zurückgegangen. Aktuell liegt die Teuerungsrate bei 4,3% und damit nahe dem von der Zentralbank angestrebten Zielwert. Der nächste geldpolitische Entscheid steht am 25. Oktober an.

Wirtschaftskalender 9. September

MEZ Land Indikator Aktuell
08:00 DE Exporte (M/M) -0.1%
08:00 DE Importe (M/M) +0.7%
08:30 FR BdF-Geschäftsklimaindex 95.48
10:30 GB Industrieproduktion (J/J) -0.6%
10:30 EZ Sentix Investorenstimmung -13.73

Unternehmenskalender 12. September

Land Unternehmen Periode
CH KABA Holding J
US Kroger Q2

 

 

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 
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Konsumentenpreise (J/J)
MEZLandIndikatorAktuell09:15ESMarkit PMI52.109:45ITMarkit PMI50.109:50FRMarkit PMI51.709:55DEMarkit PMI51.410:00EUMarkit PMI51.510:30GBMarkit/CIPS PMI49.710:30EUSentix: Investorenvertrauen-5.815:45USMarkit PMI51.616:00USISM PMI: Dienstleistungen55.1