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LGT Navigator: Geopolitische Entspannung sorgt für Rückenwind an den Börsen

10. Januar 2020

Die gemässigte Reaktion der US-Regierung auf die Raketenangriffe des Irans auf US-Truppen sorgte an den Kapitalmärkten für Erleichterung und hält die Hoffnung aufrecht, dass die Konfliktparteien eine Eskalation vermeiden wollen. Neben dem heute anstehenden US-Arbeitsmarktbericht dürfte nun auch wieder der Handelsstreit in den Mittelpunkt rücken. In der nächsten Woche soll eine Teileinigung unterzeichnet werden.

Aktienbörsen

Die unmittelbare Gefahr einer weiteren Eskalation im Nahen Osten scheint vorerst gebannt. So kündigte die US-Regierung als Antwort auf die iranischen Angriffe «lediglich» neue Wirtschaftssanktionen gegen Teheran an, aber nicht wie befürchtet einen militärischen Gegenschlag. Zum Wochenschluss steht heute die monatliche US-Arbeitsmarktstatistik im Fokus der Finanzmärkte. Analysten gehen von einem geringeren Stellenwachstum von 165'000 «Non-Farm Payrolls» im Dezember aus, nachdem im Vormonat ersten Angaben zufolge 266'000 neue Jobs geschaffen wurden. Nächste Woche soll Chinas Vizeregierungschef Liu He in Washington eine erste Handelsvereinbarung mit den USA unterzeichnen. Dies bestätigte das Handelsministerium in Peking. Der «Phase 1-Deal» soll die Senkung der Strafzölle sowie die Zusage Chinas beinhalten, mehr Agrarprodukte aus den USA zu importieren. US-Präsident Donald Trump betonte gestern, dass er die Verhandlungen mit China über eine «Phase II» eines Handelsabkommens umgehend aufnehmen wolle.

Weltbank korrigiert Wirtschaftsprognosen

Die Weltbank senkte ihre Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum. Für 2019 und 2020 rechnet die in Washington beheimatete Institution mit einem globalen Wachstum von +2.4% verglichen mit der vorherigen Prognose von +2.6%. Im laufenden Jahr rechnet die Weltbank noch mit einer Expansion von +2.5% (zuvor +2.7%). Hintergrund sei die schwächer als erwartete Erholung von Handel und Investitionen angesichts der anhaltenden Unsicherheiten und internationalen Spannungen.

Bank of England stellt Zinslockerung in Aussicht

Der am 15. März aus dem Amt scheidende britische Notenbankchef Mark Carney stellte gestern in einer Rede die Möglichkeit einer baldigen Zinssenkung in Aussicht, um damit negative Folgen des bevorstehenden Brexits abzufedern. Da der Handlungsspielraum beim Leitzins – derzeit bei +0.75% – relativ begrenzt ist, könnte die Zentralbank auch wieder auf Wertpapierkäufe zurückgreifen, meinte Carney. Bereits bei den letzten Zinsentscheiden votierten zwei der neun Mitglieder des geldpolitischen Rates der Notenbank für eine Zinslockerung. Der nächste Zinsentscheid steht am 30. Januar an, also einen Tag vor dem wahrscheinlichen Brexit-Datum. Das Pfund Sterling büsste nach den Äusserungen Carneys gegenüber dem US-Dollar rund ein halbes Prozent ein.

Britisches Parlament gibt grünes Licht

Mehr als drei Jahre nach dem Brexit-Referendum hat das britische Unterhaus den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag gebilligt. In der Abstimmung votierten 330 Abgeordnete für die Gesetzesvorlage und 231 dagegen. Es wird nun erwartet, dass Grossbritannien am 31. Januar aus der EU austritt. Im Mittelpunkt stehen nun die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen nach einer Übergangszeit bis Ende 2020.

Rekordtiefe Arbeitslosenrate im Euroraum

In der Eurozone verharrte die Arbeitslosenquote trotz des getrübten Konjunkturausblicks auf dem niedrigsten Stand seit mehr als elf Jahren. Laut dem Statistikamt Eurostat betrug die Erwerbslosenquote im November 7.5%. Insgesamt waren 12.32 Mio. Personen ohne feste Anstellung, 624'000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die niedrigste Arbeitslosenquote wurde in Deutschland mit 3.1% beobachtet. Die höchste Rate weist Griechenland mit 16.8% aus.

Schwache deutsche Exportzahlen

Die deutschen Ausfuhren gingen im November überraschend kräftig um -2.3% gegenüber dem Vormonat zurück. Gleichzeitig verringerten sich die Einfuhren im Monatsvergleich um -0.5%. In den elf Monaten von Januar bis November erhöhten sich damit die Exporte lediglich um +0.7% auf EUR 1'229.6 Mrd. Ein deutliches Zeichen, dass der Handelskonflikt und ein schwächeres Wachstum in China Spuren in der deutschen Handelsbilanz hinterlässt.

Tesla – beeindruckende Marktkapitalisierung

Teslas Marktkapitalisierung überstieg nach einem Kursplus von rund +5% zu Wochenmitte den Börsenwert der beiden grössten amerikanischen Autohersteller General Motors und Ford zusammen. Die Aktie des kalifornischen Elektroautoherstellers kletterte am Mittwoch angetrieben durch einen überraschend starken Q3-Gewinn und vielversprechenden Auslieferungszahlen auf ein Rekordhoch, womit der Marktwert rund USD 89 Mrd. erreichte, etwa zwei Milliarden mehr als GM und Ford zusammen.

 

Wirtschaftskalender 10. Januar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:30 FR Geschäftsklimaindex 97.4
08:45 FR Industrieproduktion (J/J) -0.2%
09:00 SP Industrieproduktion (J/J) +1.1%
10:00 IT Industrieproduktion (J/J) -2.4%
14:30 US Arbeitslosenrate 3.5%
14:30 US Beschäftigungswachstum (Ex-Agrar) 266'000
14:30 US Beschäftigungswachtum Privatwirtschaft 254'000
14:30 US Durchschnittliche Stundenlöhne (J/J) +3.1%

Unternehmenskalender 14. Januar

Land Unternehmen Periode
US JPMorgan Chase Q4
US Citigroup Q4

 

 

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.