Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Inflations- und Zinssorgen haben sich in den Köpfen der Anleger festgesetzt

12. Mai 2021

Verstärkte Inflationssignale, wie der Anstieg der Rohstoffpreise oder der Inflationserwartung in den USA auf das höchste Niveau seit 2006 oder der kräftigste Preisanstieg auf Erzeugerebene in China seit 2017, nähren die Inflationsängste sowie die Erwartung einer früher eintretenden Änderung der Zinspolitik der grossen Zentralbanken als bisher antizipiert. Angeführt von einem weltweit fortgesetzten Ausverkauf der Technologieaktien mussten die Aktienbörsen auf breiter Basis teilweise heftige Verluste wegstecken. In den Fokus rücken nun die heute zur Veröffentlichung stehenden Verbraucherpreisdaten aus den USA.

Inflations- und Zinssorgen haben sich in den Köpfen der Anleger festgesetzt

Nachdem die Technologieaktien an der Wall Street bereits am Montag unter Druck gerieten, setzte sich der Ausverkauf am Dienstag zunächst auch in Asien und Europa fort. Hintergrund sind die wachsende Besorgnis der Investoren vor einem unkontrollierten Inflationsanstieg und einer dadurch ausgelösten schnellen Zinswende der Zentralbanken. Dies könnte zu steigenden Finanzierungskosten für Unternehmen führen und in der Folge Anleihen im Vergleich zu Aktien attraktiver machen. Der Dow Jones Industrial gab, nach dem am Vortag erreichten Rekordhoch, um -1.36% nach – der grösste Tagesverlust seit dem 26. Februar – und schloss bei 34'269.16 Punkten. Der S&P 500 fiel um -0.87% auf 4'152.10 Zähler zurück, während die Nasdaq anfängliche Verluste (von rund -2.5%) eindämmen konnte: der Nasdaq 100 beendete den Handel bei 13'351.27 Punkten (-0.06%). Gleichzeitig zog die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 1.63% an.

Mit Spannung erwartete US-Verbraucherpreisdaten

Angesichts der hohen Nervosität an den Kapitalmärkten in Bezug auf die Inflationserwartungen werden heute Nachmittag um 14:30 Uhr (MEZ) die neusten Daten zur Konsumentenpreisinflation in den USA im Zentrum des Interesses stehen. Volkswirte prognostizieren einen kräftigen Anstieg der Verbraucherpreise. Die Entwicklung ist aber auch durch aktuelle Lieferengpässe sowie statistische Basiseffekte aufgrund des pandemiebedingten Preisrückgangs vor Jahresfrist verzerrt. Analysten prognostizieren eine gesamthaft deutlich höhere Inflationsrate von +3.6% (Vormonat +2.6%) und eine Kernrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) von +2.3% (März +1.6%).

Konjunkturausblick für Deutschland laut ZEW so gut wie seit über 20 Jahren nicht mehr

Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim monatlich befragten Analysten und institutionellen Investoren zeigten sich in ihrer Einschätzung der Konjunkturperspektiven für Deutschland deutlich optimistischer. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen kletterte dabei von 70.7 Punkten im April auf 84.4 Zähler im Mai und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2000. Analysten hatten keine Verbesserung erwartet. Neben dem Ausblick hat sich aber auch die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftssituation verbessert. Dieser Indikator stieg von 40.1 auf 48.8 Punkte. Laut ZEW hat sich analog dazu auch die Beurteilung für die Euro-Wirtschaft verbessert.

US-Regierung gibt grünes Licht für Windpark vor US-Ostküste

Nach einem jahrelangen juristischen Streit hat nun die Regierung unter Präsident Joe Biden den Weg frei gemacht für den ersten grossen Windpark vor der Küste New Englands mit 84 Windturbinen. Die Regierung hat dem umstrittenen Projekt Vineyard Wind gestern die abschliessende Genehmigung erteilt. Die Anlage soll rund 3’600 Arbeitsplätze schaffen und Strom für 400’000 Haushalte und Unternehmen liefern.

 

Wirtschaftskalender 12. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Verbraucherpreise (April, J/J) +2.1%
08:00 GB BIP Q1 (Q/Q) +1.3%
08:00 GB Industrieproduktion (März, J/J) -3.5%
08:45 FR Verbraucherpreise (April, J/J) +1.7%
11:00 EZ Industrieproduktion (März, J/J) -1.6%
14:30 USA Verbraucherpreise (April, M/M) +0.6%
14:30 USA Verbraucherpreise (April, J/J) +2.6%
14:30 USA Kern-Verbraucherpreise (April, J/J) +1.6%

Unternehmenskalender 12. Mai

Land Unternehmen Periode
CH Zurich Q1
DE Allianz Q1
DE Bayer Q1
DE Merck KGaA Q1
DE Deutsche Telekom Q1
DE RWE Q1
DE Commerzbank Q2
FR EDF Q1 Umsatz
IT Pirelli Q1
SP Iberdrola Q1
NL ABN Amro Q1
NL Ahold Delhaize Q1
AUT Wienerberger Q1

 

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.