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LGT Navigator: Neue Virusvariante sorgt für Unsicherheit

26. November 2021

Die Besorgnis über die weitere Entwicklung der Pandemie, insbesondere aufgrund einer neu entdeckten Coronavirus-Variante aus Afrika, hat heute die Börsen in Asien erfasst und dürfte auch an Europas Aktienmärkten negativ aufschlagen. Gestern haben die Aktienmärkte in Europa in Abwesenheit der US-Börsen, die gestern wegen des Thanksgiving-Feiertages geschlossen blieben, die Verlustserie der letzten Tage beendet und Gewinne von rund einem halben Prozent verbucht. Einen positiven Impuls erhoffen sich die Börsianer vom heutigen «Black Friday», der dem Konsum eine willkommene Infusion liefern soll.

Neue Virusvariante sorgt für Unsicherheit

In Tokio verliert der 225 Aktien umfassende Nikkei-Index heute Morgen rund -2.5% und in Hongkong notiert der Hang Seng-Index ebenfalls über -2% im Minus. Auch Aktienindizes an anderen Schauplätzen in Asien verzeichnen teilweise kräftige Tagesverluste. Hintergrund ist die Nachricht einer neuen Variante des Coronavirus-Variante B.1.1.529 im südlichen Afrika, die vor allem wegen ungewöhnlich vieler Mutationen hoch ansteckend und auch den Impfschutz leichter durchdringen könnte. An Europas Börsen dürfte dies zum Wochenschluss die Kurse belasten. Dies, nachdem der europäische Leitindex EuroStoxx 50 am Donnerstag noch um +0.40% höher bei 4'293.24 Punkten geschlossen hat.

Die EU-Kommission hat unterdessen den EU-Ländern empfohlen, keine zusätzlichen Reisebeschränkungen für Geimpfte, Genesene oder frisch Getestete einzuführen. Wer ein gültiges EU-Corona-Zertifikat habe, solle «grundsätzlich keinen zusätzlichen Beschränkungen wie Tests oder Quarantäne unterworfen werden», hiess es aus Brüssel.

EZB-Protokoll: Aufwärtsrisiken für Inflation haben zugenommen

Das Spitzengremium der Europäischen Zentralbank (EZB) hat anlässlich des geldpolitischen Entscheids vom 28. Oktober bereits eingehend über die zunehmenden Aufwärtsrisiken für die Inflation diskutiert. Dies geht aus dem gestern veröffentlichten Sitzungsprotokoll hervor. Die EZB anerkennt dabei, dass die Aufwärtsrisiken für die Inflation zugenommen haben. Es sei zwar eine Überreaktion zu vermeiden, jedoch auch «eine ungerechtfertigte Untätigkeit». In der Konsequenz «müsse sich die EZB bei der Kalibrierung der geldpolitischen Massnahmen einen ausreichenden Spielraum bewahren, um allen möglichen Inflationsszenarien begegnen zu können.»

Deutsches Wirtschaftswachstum im Q3 stärker verlangsamt als angenommen

Die deutsche Wirtschaft expandierte im dritten Quartal um +1.7% gegenüber dem Vorquartal, womit das Wachstumstempo etwas geringer war als bisher mit +1.8% geschätzt. Beigetragen haben nach der Lockerung der Pandemie-bedingten Massnahmen vor allem die Verbraucherausgaben, die im Quartalsvergleich um +6.2% kräftig zugelegt haben. Andererseits lieferten der Export und die Unternehmensinvestitionen (-3.7%) einen negativen Beitrag. Angesichts der neuerlichen Verschärfung der Pandemielage in Europa wird in den nächsten Monaten mit einer weiteren Abkühlung gerechnet. Dies spiegelte sich auch in dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsklimaindikatoren des Ifo-Instituts.

Getrübtes Konsumklima in Deutschland angesichts vierter Coronawelle und Inflationsangst

Gemäss der monatlichen Umfrage des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK hat sich die Stimmung deutscher Konsumenten mit Blick auf Dezember verschlechtert. Vor dem Hintergrund der steigender Infektionszahlen und heftigen Preisanstiegen fiel das GfK-Konsumklimabarometer von plus 1.0 Punkten im November auf minus 1.6 Zähler zurück - der niedrigste Wert seit einem halben Jahr. Deutlich gesunken sind dabei die Anschaffungsneigung der befragten Verbraucher sowie die Erwartung der Einkommensentwicklung.

Inflationsdruck in Spanien nimmt konstant zu

In Spanien akzentuiert sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene. So steigen die Produzentenpreise im Oktober auf Jahressicht um knapp +32%, womit gemäss dem Statistikamt INE in Madrid die höchste Steigerungsrate seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1976 verzeichnet wurde. Für Energie mussten spanische Betriebe fast +90% mehr bezahlen.

Wirtschaftskalender 26. November

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 USA US-Börsen schliessen wegen des Thanksgiving-Feiertag früher
08:00 DE Importpreise (Oktober, J/J) +19.6%
08:45 FR Konsumentenvertrauen (November) +99.0
09:00 CH BIP Q3 (Q/Q) +1.8%
09:00 EZ EZB-Präsidentin Lagarde Rede
10:00 IT Geschäftsklima (November) 114.9
10:00 IT Verbrauchervertrauen (November)  118.4

 

Unternehmenskalender 30. November

Land Unternehmen Periode
FR Schneider Electric Q3
GB Easyjet Jahreszahlen
SWE Volvo Cars Q3

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.