Skip navigation Scroll to top
LGT
VALUES WORTH SHARING
Scroll to top

LGT Navigator: Neues Hilfspaket soll US-Wirtschaft auf Kurs halten

28. Juli 2020

Mit Spannung erwarten Anleger das derzeit in Washington ausgearbeitete neue Corona-Hilfspaket. Weiterhin im Zentrum der Finanzmärkte bleibt die Vielzahl an Unternehmensnachrichten sowie der morgen anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen, dass eine zweite Corona-Welle bereits um den Globus schwappt. Während in den USA und Südamerika die erste Welle noch weiter zu eskalieren droht, sehen sich andere Länder in Asien und Europa mit einem neuerlichen Anstieg der Infektionszahlen konfrontiert.

Neues Hilfspaket soll US-Wirtschaft auf Kurs halten
US-Kapitol in Washington

Die Republikaner im US-Senat stellten gestern ihren Vorschlag für ein weiteres Hilfspaket zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise im Volumen von rund USD 1 Billion vor. Das Programm sieht eine weitere Runde an Einmalzahlungen in Höhe von USD 1200 für «die meisten» Privathaushalte vor. Gleichzeitig soll die Hilfe für Arbeitslose gekürzt werden, respektive auf die wöchentliche Pauschalzahlung von USD 600 verzichtet werden. Stattdessen sieht der Plan Lohnersatzzahlungen in Höhe von 70% vor. Die Demokraten plädieren jedoch für ein Paket im Umfang von USD 3 Billionen, dass u.a. eine Fortsetzung der wöchentlichen Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von USD 600 beinhaltet.

Tech-Werte stützen Wall Street – Angst vor zweiter Corona-Welle dämpft Asien-Börsen

An der New Yorker Börse legten die Indizes getrieben von der Aussicht auf neue Konjunkturhilfen und gefragten Technologiewerten wieder zu. Der Dow Jones Industrial kletterte um +0.43% auf 26 584.77 Punkte und der marktbreite S&P 500 legte um +0.73% auf 3239.41 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg noch kräftiger um +1.82% auf 10 674.38 Punkte. Mit Spannung werden im Laufe der Woche zahlreiche Quartalsergebnisse von Tech-Werten erwartet. In Asien zeigten die Börsen heute Morgen kein einheitliches Bild und es dominierte vor allem die Angst vor einer zweiten Pandemiewelle. In Asien reagieren bereits einige Länder wie China, Vietnam oder Australien mit erneuten, wenn auch «nur» lokalen, «Lockdowns» auf eine zweite Covid-19-Welle. Auch in Europa scheint die Urlaubssaison für einen erneuten Anstieg der Ansteckungen zu sorgen, der zu neuerlichen Kontaktbeschränkungen und anderen Massnahmen führen könnte.

US-Industrie meldet Zunahme der Bestellungen

Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter (mit einer Lebensdauer von mind. drei Jahren) sind in den USA im Juni stärker gestiegen als erwartet. Die Bestellungen nahmen gegenüber dem Vormonat um +7.3% (Konsens +5.4%) zu. Die viel beachteten Daten zu den Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgrösse für die Unternehmensinvestitionen gelten, stiegen im Juni um +3.3%.

US-Regierung finanziert Zusatzkosten für Covid-19-Impfstoffkandidaten

Die amerikanische Regierung will für Zusatzkosten von rund USD 470 Mio. für eine ausgeweitete Phase-3-Studie für den Corona-Impfstoffkandidaten des US-Biotechnologieunternehmens Moderna aufkommen. Mit der zusätzlichen Investition setzt Washington insgesamt fast eine Milliarde Dollar für die Sicherung einer Covid-19-Impfung ein. Moderna ist eigenen Angaben auf Kurs, im Erfolgsfall rund 500 Mio. Dosen des Impfstoffs pro Jahr zur Verfügung zu stellen, und im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit mit der Schweizer Lonza die Produktionskapazität ab 2021 sogar auf bis zu 1 Mrd. Dosen zu erhöhen.

Ifo-Barometer steigt den dritten Monat in Folge

Die monatlich vom Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo befragten rund 8 000 Unternehmen zeigten sich in der aktuellen Ausgabe erneut zuversichtlicher. Das viel beachtete Ifo-Geschäftsklimabarometer verbesserte sich den dritten Monat in Folge und stieg gegenüber dem Vormonat um 4.2 auf 90.5 Punkte. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg auf 89.3 Zähler prognostiziert. Im April war der Index vor dem Hintergrund der Corona-Krise und des Lockdowns auf ein Rekordtief von 74.3 Punkten eingebrochen. Nach Einschätzung des Ifos sei eine schrittweise Erholung der deutschen Wirtschaft zu beobachten.

Die deutsche Bundesbank geht inzwischen auch von einer deutlichen Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr aus. Die Erholungstendenz werde sich auch dank des jüngst beschlossenen Konjunkturpakets fortsetzen, hiess es im gestern publizierten Monatsbericht. Nach Einschätzung der Bundesbank dürfte der Tiefpunkt bereits im April erreicht worden sein. Insgesamt bleibe die Wirtschaft aber noch weit unter dem Niveau vor der Krise.

Wirtschaftskalender 29. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
20:00 USA FOMC geldpolitischer Entscheid +0.0-0.25%

Unternehmenskalender 28. Juli

Land Unternehmen Periode
FR Kering H1
GB Reckitt Benckiser H1
USA Pfizer Q2
USA 3M Q2
USA Starbucks Q2
USA Aflac Q2

 

Treffen Sie fundierdte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Twitter, Facebook oder LinkedIn. Hier werden Sie laufend über die neusten Marktentwicklungen, LGT News und die aktuellen Beiträge im LGT Finanzblog informiert. Weitere Informationen: LGT Social Media.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.