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LGT Navigator: Richtungsweisender US-Arbeitsmarktbericht im Fokus

6. September 2019

Die heute Nachmittag in den USA veröffentlichte Beschäftigungsstatistik könnte für die Erwartungshaltung an den Kapitalmärkten in Bezug auf den in zwei Wochen anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank entscheidend sein. Ein stärker als erwarteter ADP-Bericht lässt auf ein solides Beschäftigungswachstum in der US-Wirtschaft schliessen.

Mit Spannung erwarten Anleger jeweils den monatlichen Arbeitsmarktbericht aus Washington. Sollte sich das Beschäftigungswachstum unerwartet abschwächen, wären damit weitere Zinslockerungen praktisch garantiert. Analysten prognostizieren für August im Schnitt einen Zuwachs von 160 000 neuen Arbeitsplätzen (ohne Berücksichtigung des Landwirtschaftssektors). In den beiden Vormonat wurden 164 000 (im Juli), respektive 193 000 neue Jobs (im Juni) geschaffen. Weicht das Beschäftigungswachstum nicht signifikant vom Konsens ab, dürfte die US-Notenbank ihren Kurs halten, den Leitzins am 18. September neuerlich um einen viertel Prozentpunkt zu lockern. Ein positives Zeichen setzte unterdessen die Einkaufsmanagerumfrage des ISM im amerikanischen Dienstleistungssektor. Der Indikator deutete mit einem unerwartet kräftigen Anstieg von 53.7 Punkten im Vormonat auf 56.4 Zähler im August auf eine gestiegene Dynamik in der Branche hin. Des Weiteren hat die US-Industrie im Juli mehr Aufträge eingesammelt, als erwartet. Die Bestellungen stiegen zum Vormonat um +1.4%. Ökonomen hatten mit einem Plus von +1.0% gerechnet. An der Wall Street wurden die Daten positiv aufgenommen und der Dow Jones Industrial und der breitere S&P 500 legten jeweils um rund +1.3% zu. Die Börsen in Asien sind den positiven Vorgaben gefolgt und verzeichnen moderate Tagesgewinne. Mit Interesse dürfte auch eine Rede von US-Notenbankchef heute Abend in Zürich verfolgt werden.

Brexit – Johnson will erneut über Neuwahlen abstimmen lassen

Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson will am kommenden Montag erneut über Neuwahlen im Parlament abstimmen lassen. Seinen ersten Antrag auf Neuwahlen hatte das Parlament am Mittwoch abgelehnt. Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der Labour-Partei will einer Neuwahl erst zustimmen, wenn das Gesetz gegen den No-Deal in Kraft getreten ist. Aus Brüssel verlautete inzwischen, dass die EU-Kommission einer erneuten Aufschiebung des Brexits zustimmen könnte, sollte die britische Regierung einen guten Grund anführen können.

Schwedens Riksbank bekräftigt Zinserhöhungsabsicht

Die schwedische Zentralbank beliess zwar das Zinsniveau wie erwartet unverändert, hielt aber im Gegensatz zu vielen anderen Notenbanken an ihrer Absicht fest, den Leitzins (aktuell -0.25%) bald anheben zu wollen. Der Leitzins soll bis Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres erhöht werden, hiess es aus Stockholm, woraufhin die schwedische Krone gegenüber dem Euro und dem US-Dollar deutlich zulegte. Die Notenbank schränkte aber ein, dass künftige Zinsanhebungen aufgrund der global eingetrübten Konjunkturaussichten, moderater und langsamer erfolgen könnten, als bisher erwartet. Zudem würde die Krone gegenüber dem Euro wohl aufwerten, sollte die EZB wie erwartet ihre Geldpolitik lockern, was wiederum für Schwedens Exportwirtschaft negativ wäre.

Deutsche Industrie – noch kein Licht am Ende des Tunnels erkennbar

Angesichts des weiter schwelenden internationalen Handelskonflikts und des zurückhaltenden Ausblicks zeichnet sich für die deutsche Industrie in den nächsten Monaten noch keine grundlegende Besserung ab, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die gestern veröffentlichten Zahlen zum Auftragseingang in der Industrie. So verzeichnete der deutsche Industriesektor im Juli aufgrund der gesunkenen Nachfrage aus Übersee den stärksten Auftragsschwund seit einem halben Jahr. Die Neubestellungen gingen um -2.7% zum Vormonat und um -5.6% zur Vergleichsperiode im Vorjahr zurück. Insbesondere die Bestellungen aus dem Rest der Welt, wie beispielsweise aus den USA oder China, brachen um -6.7% im Monatsvergleich ein. Die Schwäche der Neubestellungen belastet in Folge die Industrieproduktion und damit auch das Wachstum der Gesamtwirtschaft.

Wirtschaftskalender 6. September

MEZ Land Indikator Aktuell
08:00 DE Industrieproduktion (J/J) -5.2%
11:00 EZ BIP Q2 (Q/Q) +0.2%
14:30 US Beschäftigung Gesamtwirtschaft (ex-Agrar) 164'000
14:30 US Beschäftigung Privatwirtschaft 148'000
14:30 US Arbeitslosenrate 3.7%
14:30 US Durchschnittliche Stundenlöhne (M/M) +0.3%
14:30 US Durchschnittliche Stundenlöhne (J/J) +3.2%

Unternehmenskalender 12. September

Land Unternehmen Periode
CH KABA Holding J
US Kroger Q2

 

 

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 
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Konsumentenpreise (J/J)
MEZLandIndikatorAktuell09:15ESMarkit PMI52.109:45ITMarkit PMI50.109:50FRMarkit PMI51.709:55DEMarkit PMI51.410:00EUMarkit PMI51.510:30GBMarkit/CIPS PMI49.710:30EUSentix: Investorenvertrauen-5.815:45USMarkit PMI51.616:00USISM PMI: Dienstleistungen55.1