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LGT Navigator: US-Börsen setzen Aufholjagd fort

23. Juni 2021

Bei einer Stellungnahme vor dem amerikanischen Parlament gab sich US-Notenbankchef Jerome Powell mit Blick auf die Inflationsentwicklung einmal mehr gelassen. An der Wall Street ging es erneut aufwärts und die Technologiebörsen erreichten neue Rekordwerte. Die EU-Kommission genehmigt derweil die Aufbaupläne von Deutschland und Italien.

Federal Reserve

Nach dem freundlichen Wochenauftakt haben Anleger am Dienstag gespannt auf die Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell gewartet, der am Abend vor einem Ausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses zur Corona-Politik der US-Notenbank Auskunft gegeben hat. Powell erklärte, die Teuerung in den USA sei zwar stärker gestiegen als erwartet. Er bekräftigte aber erneut frühere Aussagen, wonach der Preisanstieg voraussichtlich nur vorübergehend sei. In seinem Redetext, der bereits vorab publiziert worden war, hiess es, die US-Wirtschaft habe sich weiter von dem heftigen Wirtschaftseinbruch erholt, den die Coronapandemie verursacht hat. Jedoch entwickle sich der Aufschwung unstetig. 

An der Wall Street setzte sich die Erholung am Dienstag fort und die Technologiebörsen erreichten neue Rekordwerte. Der Nasdaq Composite gewann +0.8% und schloss mit 14'253.27 Punkten. Der S&P 500 avancierte +0.5% und blieb mit 4246.44 Zählern knapp unter seinem Allzeithöchst. Der Dow Jones legte +0.2% auf 33 945.58 Punkte zu. Nach den jüngsten Kursgewinnen erreicht der Börsenwert des IT-Giganten Microsoft erstmals mehr als USD 2 Bio. Microsoft ist nach Apple der zweite US-Konzern, der diese Schwelle überschreitet. Mit einer Marktkapitalisierung von rund USD 2.2 Bio. führt Apple derzeit die Liste der wertvollsten börsenkotierten Unternehmen an. 

Milliardenhilfe aus Brüssel

Die EU-Kommission hat am Dienstag die Aufbaupläne von Deutschland und Italien genehmigt. Die beiden Länder können daher schon bald mit ersten Finanzmitteln aus dem europäischen Corona-Hilfsfonds rechnen, sofern auch der Rat der EU-Staaten zustimmt. Deutschland hat insgesamt EUR 25.6 Mrd. beantragt. Italien, das deutlich härter von der Pandemie getroffen worden ist, hat ein Programm im Umfang von EUR 68.9 Mrd. vorgelegt und erhält zudem Zugang zu günstigen Krediten. Die EU hat sich im vergangenen Jahr darauf geeinigt, Gelder im Umfang von EUR 750 Mrd. zur Verfügung zu stellen, um die Auswirkungen der Corona-Krise zu bewältigen. Die Auszahlung der Finanzmittel ist dabei an bestimmte Auflagen geknüpft, die unter anderem vorsehen, dass ein beträchtlicher Teil der geplanten Investitionen in klimafreundliche Projekte fliesst.

Berg- und Talfahrt in Bitcoin hält an

Die Talfahrt des Bitcoin hat sich am Dienstag zunächst fortgesetzt und der Wert der Digitalwährung fiel erstmals seit Januar 2021 wieder unter die Marke von USD 30’000. Mit dem Kursrutsch büsste der Bitcoin die gesamten Jahresgewinne wieder ein, nachdem er im April einen Rekordwert von fast USD 65’000 erreicht hatte. Im Handelsverlauf erholte sich die wichtigste Digitalwährung wieder von dem Rückschlag und verzeichnete schliesslich leichte Gewinne. Auch die zweitgrösste Kryptowährung Ethereum musste Federn lassen: Sie verlor zwischenzeitlich innerhalb von 24 Stunden fast 10% an Wert. Für Verunsicherung sorgt derzeit vor allem der harte Kurs der chinesischen Behörden gegen Kryptowährungen. Sie hat in den vergangenen Wochen ihre Gangart gegen Krypto-Mining verschärft und das Geschäft mit Digitalwährungen für chinesische Finanzdienstleister eingeschränkt. Die Marktkapitalisierung des Krypto-Marktes ist daher regelrecht eingebrochen und innert Wochenfrist um rund USD 500 Mrd. geschrumpft.

 

 

Wirtschaftskalender 23. Juni 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
02:30 JP Einkaufsmanagerindex (Juni) 46.5
10:00 EZ Einkaufsmanagerindex (Juni) 57.1
10:30 UK Einkaufsmanagerindex (Juni) 62.9
15:45 USA Einkaufsmanagerindex (Juni) 68.7
16:00 USA Verkauf neuer Häuser (M/M, Mai) -5.9%

 

Unternehmenskalender 23. Juni

Land Unternehmen Periode
GB GlaxoSmithKline Investor Day
NL ASML Investor Day
USA Johnson & Johnson ESG Investor Update

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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