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LGT Navigator: US-Einzelhandelsumsätze steigen auf Vor-Pandemie-Niveau

17. Juli 2020

Nachdem der US-Einzelhandel unter dem Lockdown massiv gelitten hat, konnte sich das Gewerbe nach zwei starken Monaten erholen und erreichte wieder Umsätze wie vor der Krise. Die Angst vor einer zweiten Welle bleibt.

Gold

Die US-Einzelhändler machen wieder mehr Umsatz. Nach Angaben des Handelsministeriums in Washington nahmen sie im Juni 7.5% mehr ein als im Vormonat. Allerdings waren die Zuwächse nicht so hoch wie im Mai (18.2%). Laut Reuters hatten die Ökonomen für Juni nur mit einem Wachstum von 5.0% gerechnet. Der private Konsum macht mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus, so dass dies für die Unternehmen und das allgemeine Wirtschaftswachstum förderlich ist. Zehn von 13 wichtigen Einzelhandelskategorien wuchsen, was stabile Zuwächse bei Möbeln, Elektronik, Haushaltsgeräten, Kleidung, Sportartikeln und Restaurants und Bars widerspiegelt. Der Wert der Einzelhandelsumsätze hat somit wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht, mit zwei soliden aufeinanderfolgenden Zuwächsen in Folge im April und Juni.

Obwohl sich die Geschäftstätigkeit in den Vereinigten Staaten in den letzten Wochen belebt hat, ist die wirtschaftliche Aktivität nach Angaben der Federal Reserve noch weit vom Niveau vor der Corona-Krise entfernt. Zwischen Januar und März fiel das Bruttoinlandsprodukt mit einer annualisierten Rate von 5%. Für das zweite Quartal erwarten die Märkte aufgrund der Eindämmungsmassnahmen gegen die Pandemie einen noch grösseren Einbruch. Die Furcht vor weiteren Massnahmen, einem zweiten Lockdown oder anderen Formen eines politischen Rückfalls besteht weiterhin. Der Bundesstaat Kalifornien hat in dieser Woche bereits wieder alle Innenrestaurants und andere Innenunterhaltungseinrichtungen geschlossen.

Arbeitslosenquote in den USA immer noch deutlich über 10 Prozent

Nach Angaben des Arbeitsministeriums haben in der vergangenen Woche insgesamt 1.3 Millionen US-Amerikaner Arbeitslosengeld beantragt. Damit bleiben die Neuanträge auf dem sehr hohen Niveau der vergangenen Woche. Dies kann als Zeichen einer Erholung des Arbeitsmarktes interpretiert werden, aber die Zahl der Neuanträge flacht tatsächlich auf einem sechs Mal höheren Niveau als vor der Krise ab. Die Zahl lag laut Bloomberg sogar 50 000 höher als von Ökonomen erwartet. Die laufenden Pandemie-Massnahmen und die Nachwirkungen des Lockdowns haben die Vollbeschäftigung in den USA in massiv steigende Arbeitslosigkeit verwandelt. Die immer noch zunehmenden Virenfälle geben keinen Grund zur Beruhigung.

Neuer Ansteckungsrekord in den USA

Die Vereinigten Staaten haben am Donnerstag ihren Tagesrekord für Coronavirusinfektionen gebrochen und mehr als 77 000 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle ist innerhalb von 24 Stunden um fast 1000 angestiegen. Mehr als 138 000 Amerikaner sind mittlerweile an Covid-19 gestorben. Experten warnen davor, dass die Zahl der Fälle nach den jüngsten Rekordwerten und dem alarmierenden Anstieg der Krankenhauseinweisungen in vielen Bundesstaaten noch weiter ansteigen wird. In den am härtesten betroffenen Gebieten in Texas und Arizona gehen die Plätze zur Leichenlagerung zur Neige. Die Zahl der täglichen Todesopfer ist seit dem Höhepunkt im April stetig zurückgegangen.

Wirtschaftskalender 17. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 Italien Industrieaufträge (ggü. Vorjahr) -49%
11:00 EU Konsumentenpreise (ggü. Vorjahr) 0.3%
16:00 USA Uni Michigan Konsumentenvertrauen 78.1

Unternehmenskalender 17. Juli

Land Unternehmen Periode
Schweden Swedbank Q2

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.