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LGT Navigator: US-Inflation steigt wieder leicht an

15. Juli 2020

Nach dem Pandemieschock steige die Inflation in den USA wieder leicht an, wie das US-Arbeitsministerium in Washington verlauten liess. Im Juni seien die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0.6% gestiegen. Experten hatten mit dieser Zahl gerechnet. Im Vergleich zum Mai, als die Inflationsrate nur noch tiefe 0.1% betrug, ist dies eine Normalisierung und entspricht dem niedrigsten Stand seit September 2015.

Gold

Diese Normalisierung hatte einen gewaltigen Monatssprung zur Folge: im Juni sprang die Inflationsrate um 0.6% im Vergleich zum Mai, der grösste monatliche Anstieg seit acht Jahren. In den USA ist die Nachfrage nach vielen Gütern derzeit gedämpft, da Millionen von Amerikanern durch die Coronavirus-Krise ihren Arbeitsplatz verloren haben. Zwischen Januar und März fiel das US-BIP mit einer Jahresrate von -5%. Ein noch tieferer Einbruch wird für das zweite Quartal erwartet, da der Kampf gegen die Pandemie im Frühjahr zu umfangreichen Anlagen- und Betriebsschliessungen führte. Dies deutet darauf hin, dass die Inflation auch in Zukunft verhalten ausfallen sollte und die Federal Reserve das System weiterhin mit billigem Geld versorgen wird.

BoJ behält Kurs bei, trotz gravierendem Einbruch in der Industrie

Die Bank of Japan (BoJ) hielt am Mittwoch an ihrer Geldpolitik fest und bestätigte ihre Ansicht, dass die Wirtschaft allmählich aus dem verheerenden Vollstopp der Coronavirus-Pandemie herauskommen würde. Die Nationalbank hält im Moment die Füsse still, nachdem sie bereits zweimal in diesem Jahr massive Stimulierungsmassnahmen ergriffen hatte und somit vorerst genug eingegriffen hat. Derweil ist die japanische Industrieproduktion im Jahresvergleich massiv um -26.3% eingebrochen, eine Kontraktion, die vom Ausmass her zuletzt während der Finanzkrise gesehen wurde. Obschon die BoJ optimistisch ist, lassen die Wirtschaftszahlen der exportabhängigen Volkswirtschaft noch keine Erholung erkennen. Zumindest die Stimmung bei Umfragen wurde zum Teil leicht positiver, insbesondere im Dienstleistungssektor, wie die vierteljährliche Tankan-Umfrage der BoJ zeigt. Im verarbeitenden Gewerbe tendieren aber immer noch alle Branchenkategorien gegen unten und unterstreichen damit die harten Bedingungen für die kommenden Monate.

Industrie in der Eurozone zieht wieder an

Die Industrieunternehmen im Euro-Währungsraum fahren ihre Produktion nach den Wirren um die Corona-Eindämmungsmassnahmen wieder hoch. Obwohl die Verarbeitung im Vergleich zum Vorjahr immer noch um -20.9% geschrumpft ist, zog das Wachstum im Mai wieder an und die Produktion stieg um 12.4% im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Der Zuwachs ist geringer als von Experten angenommen, aber dennoch spürbar. Gleichzeitig wurde der Einbruch im April von -17.1% auf -18.2% korrigiert und ist somit noch gravierender ausgefallen, als bisher angenommen wurde. In den einzelnen Ländern der Währungsunion zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Den höchsten Anstieg der Industrieproduktion verzeichneten Italien (42.1%), Frankreich (20.0%) und die Slowakei (19.6%). In Deutschland zog die Industrie um 9.7% an. Die Schlusslichter waren Irland (-9.8%) und Finnland (-1.3%).

Wirtschaftskalender 15. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Konsumentenpreisindex (Jahresvergleich) 0.5%
15:15 USA Industrieproduktion 1.4%

Unternehmenskalender 15. Juli

Land Unternehmen Periode
US Alcoa Q2
NL ASML S1
US Goldman Sachs Q2
CH Temenos Q2

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.