Skip navigation Scroll to top
LGT
VALUES WORTH SHARING
Scroll to top

LGT Navigator: Virtueller Parteitag soll Biden/Harris auf Erfolgskurs bringen

18. August 2020

Erneut zunehmende Spannungen zwischen den USA und China, uneinheitliche Konjunkturdaten und der weiterhin anhaltende Konflikt in Washington im Ringen um ein weiteres Corona-Hilfspaket sorgten einerseits für Zurückhaltung der Investoren. Andererseits trieb die starke Nachfrage nach Technologiewerten die US-Aktienindizes an. Ins Zentrum des Interesses rückt nun verstärkt der US-Wahlkampf, nachdem gestern der virtuelle Parteitag der Demokraten eröffnet wurde.

Virtueller Parteitag der Demokraten soll Biden/Harris auf Erfolgskurs bringen

Der Parteitag der Demokraten ist eine Premiere in der bis auf 1831 zurückgehenden Tradition der «Conventions» in den USA. Aufgrund der Corona-Pandemie geht der viertätige Parteitag erstmals rein virtuell über die Bühne. Dies dürfte es dem Herausforderer Joe Biden nicht gerade leichtmachen, Enthusiasmus unter den demokratischen Wählern zu wecken. Das Tandem Biden/Harris muss versuchen die Wahl am 3. November als Referendum über Amtsinhaber Trump zu positionieren und damit das breite politische Spektrum der Demokraten und vor allem auch die Masse der Nichtwähler für sich zu gewinnen. Auf dem Nominierungsparteitag hat sich bereits die ehemalige First-Lady Michelle Obama für den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden starkgemacht. Donald Trump sei schlichtweg der falsche Präsident für die USA, so Obama.

An der New Yorker Börse überwog zu Wochenbeginn die Zurückhaltung der Investoren und der Dow Jones Industrial gab um -0.31% auf 27 844.91 Punkte nach. Der S&P 500 legte hingegen um +0.27% auf 3 381.99 Zähler zu. Gefragt waren vor allem Technologiewerte und die Aktie von Tesla, die ein neues Rekordhoch erreichte.

US-Wahlkampfpolitikum Briefwahl

Nancy Pelosi, die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, rief alle Abgeordneten aus der Sommerpause zurück. Hintergrund ist der Streit um finanzielle Hilfen für die strukturell schwache staatliche US-Post im Rahmen des umkämpften neuen Corona-Hilfspakets. Pelosi wolle die Abgeordneten des Repräsentantenhauses bis Ende der Woche über ein Gesetz abstimmen lassen, das Eingriffe in den Postbetrieb verhindern soll. Befürchtet wird vor allem einen direkten Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen anfangs November. Aufgrund der Corona-Pandemie dürften deutlich mehr Amerikaner per Briefwahl ihre Stimme abgeben, was tendenziell zum Nachteil der Republikaner sein könnte.

Eiszeit zwischen Washington und Peking

Die am Wochenende auf unbestimmte Zeit verschobenen Gespräche zwischen den USA und China über Fortschritte im Handelsabkommen deuten darauf hin, dass die Stimmung zwischen den beiden Ländern weiterhin angespannt ist. Zudem hat die US-Regierung gestern weitere 38 Unternehmen aus dem Konzernumfeld von Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit sind nun insgesamt 150 Huawei-Firmen von den Sanktionen betroffen. Diese sollen den Zugriff des chinesischen Konzerns auf amerikanische Technik verhindern. US-Präsident Trump bekräftigte am Montag seine Vorwürfe gegen Huawei, wonach das chinesische Unternehmen US-Knowhow ausspioniere. Gleichzeitig erhöhte Trump den Druck auf den chinesischen Mutterkonzern der Video-App Tiktok, seine Aktivitäten in den USA zu verkaufen.

Die Spannungen zwischen den USA und China belasteten die Börsenstimmung in Asien. In Tokio notiert der Nikkei-Index bei 23 059.02 Punkten (-0.16%). Die Futures signalisieren für die europäischen Aktienmärkte einen etwas leichteren Marktauftakt. 

Empire State-Industriebarometer fällt wieder zurück

Den neusten Umfrageergebnissen der New Yorker Notenbank zufolge hat sich die Stimmung der Industrieunternehmen in der Region im August wieder eingetrübt, womit die Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise vorerst zum Erliegen gekommen ist. Der Empire State-Index fiel auf +3.7 Punkte zurück, von +17.2 Zählern im Juli (Konsens +15.0). Im April hatte der Indikator inmitten der Corona-Krise ein Rekordtief von -78.2 Punkten registriert.

Stimmung am US-Häusermarkt erholt sich weiter

Gemäss der National Association of Home Builders (NAHB) scheint sich der US-Immobilienmarkt vom Corona-bedingten Einbruch zu erholen. Der NAHB-Hausmarktindex stieg im August zum Vormonat um sechs auf +78 Punkte (Konsens +74) verglichen mit einem Tiefstwert infolge der Pandemie von +30 Zählern im April.

Bundesbank rechnet mit kräftiger, kurzfristiger Konjunkturerholung

Die Bundesbank geht davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal vom Corona-Schock erholen und kräftig wachsen wird. In ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht erwartet die Notenbank nach dem massiven Konjunktureinbruch im zweiten Quartal eine deutliche und breit angelegte Erholung. Einerseits sollen die Konsumausgaben, auch dank der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung, zunehmen und andererseits auch die Ausrüstungsinvestitionen in der Industrie wieder steigen. Zudem habe sich die Arbeitsmarktlage etwas stabilisiert. Dennoch ist laut Bundesbank nicht mit einer schnellen Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität zu rechnen. Ungeachtet der fortschreitenden Aufholbewegung werde das Vorkrisenniveau im Sommervierteljahr und darüber hinaus noch erheblich verfehlt, hiess es.

 

 

Wirtschaftskalender 18. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
14:30 USA Neubaubeginne (Juli, M/M) +17.3%
14:30 USA Baubewilligungen (Juli, M/M) +2.1%

 

Unternehmenskalender 18. August

Land Unternehmen Periode
CH Geberit Q2
USA Home Depot Q2
USA Walmart Q2

 

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Twitter, Facebook oder LinkedIn. Hier werden Sie laufend über die neusten Marktentwicklungen, LGT News und die aktuellen Beiträge im LGT Finanzblog informiert. Weitere Informationen: LGT Social Media.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.