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LGT Navigator: Zeichen der Deeskalation

9. Januar 2020

Anleger hoffen derzeit, dass der Konflikt zwischen den USA und Iran nicht weiter eskaliert. Nachdem US-Präsident Trump vorerst moderatere Töne angeschlagen hat und keine militärische Antwort auf den Raketenbeschuss von zwei US-Basen im Irak folgen liess. Neben der Geopolitik standen zur Wochenmitte auch neue Daten vom US-Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. So war das Stellenwachstum in der Privatwirtschaft Ende 2019 deutlich stärker als erwartet, was ein positives Vorzeichen für den zum Wochenschluss anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht ist.

US Präsident Donald Trump

Dank der Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt im Nahen Osten setzten die Aktienmärkte in Asien heute zu einer weiteren Erholung an. Investoren scheinen erleichtert, dass die US-Regierung nach den iranischen Raketenangriffen im Irak auf militärischer Vergeltung verzichten und auch aus Teheran keine weiteren Eskalationssignale zu vernehmen waren. Allerdings kündigte US-Präsident Trump neue Sanktionen an und bekräftigte die Forderung, dass der Iran alle Atomambitionen aufgeben und seine Unterstützung für Terrorismus einstellen müsse. In der Folge erreichten der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 neue Rekordwerte. An der Tokioter Börse stieg der Nikkei-Index in der Folge um mehr als +2%. Gleichzeitig hatte der Ölpreis mit der Aussicht auf eine Entspannung des Konflikts am Mittwoch mehr als -4% nachgeben und Gold notiert inzwischen mehr als -3% unter dem zuvor erreichten Hoch. Für die europäischen Aktienmärkte signalisieren die Futures einen freundlichen Start.

US-Arbeitsmarkt sendet Signale der Stärke

Die Privatwirtschaft in den USA hat im Dezember den Angaben der Arbeitsmarktdienstleistungsfirma ADP zufolge deutlich mehr Stellen geschaffen als von Analysten erwartet. Im Dezember entstanden demnach in der Privatwirtschaft 202'000 neue Jobs. Im Schnitt war mit einem Zuwachs von 160'000 neuen Stellen gerechnet worden. Zudem wurde der Vormonatswert kräftig von ursprünglich 67'000 auf 124'000 Stellen nach oben revidiert. Am Freitag wird mit Spannung der monatliche offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Dezember erwartet, der jeweils auch einen unmittelbaren Einfluss auf die Ausrichtung der Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) haben kann. Ein nachhaltig starker Arbeitsmarkt könnte die Fed zwingen, auf weitere Zinslockerungen – eine populäre Forderung von US-Präsident Trump – zu verzichten.

Leichte Verbesserung der Wirtschaftsstimmung im Euroraum

Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone hat sich im Dezember den zweiten Monat in Folge aufgehellt. Der von der EU-Kommission monatlich ermittelte Indikator legte dabei um 0.3 Zähler auf 101.5 Punkte zu. Getragen wurde die Stimmungsaufhellung vor allem durch eine positivere Einschätzung der Dienstleistungsunternehmen. Das Verbrauchervertrauen trübte sich hingegen ein. Auf regionaler Ebene hellte sich die Stimmung besonders stark in Italien und Spanien auf. Gleichzeitig trübte sich der Indikator für das Geschäftsklima der befragten Unternehmen ein und notiert nun auf dem tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren.

Schwächephase in deutscher Industrie hält an

Deutsche Industrieunternehmen verzeichneten im November -1.3% weniger Aufträge als noch im Vormonat. Im Jahresvergleich gingen die Bestellungen gar um -6.5% zurück. Bereits im Oktober ging der Auftragseingang auf Jahressicht um -5.6% zurück. Ausschlaggebend für die enttäuschende Entwicklung im November war ein Rückschlag bei den Grossbestellungen. Aus regionaler Sicht war zu beobachten, dass die Aufträge aus dem Ausland im November kräftig um rund -3% zurückgegangen waren.

Briten drängen auf kurze Übergangsphase nach dem Brexit

Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson äusserte sich positiv nach Gesprächen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über die Übergangszeit nach dem Brexit. Johnson habe deutlich gemacht, dass die Übergangsphase nach dem für den 31. Januar vorgesehenen EU-Austritt nicht länger als elf Monate dauern dürfe. Von der Leyen meinte, dass die Zeit extrem knapp sei und Prioritäten gesetzt werden müssten, um sich mit Themen wie Bildung, Transport, Fischerei und vielem mehr zu befassen.

 

Wirtschaftskalender 9. Januar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Exporte (M/M) +1.5%
08:00 DE Importe (M/M) +0.5%
08:00 DE Industrieproduktion (J/J) -5.3%
11:00 EZ Arbeitslosenrate 7.5%

Unternehmenskalender 9. Januar

Land Unternehmen Periode
US Duke Energy Q4

 

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.