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Lucas di Grassi der tragische Held beim E-Prix in Rom

12. April 2021

Der dritte Lauf der ABB-FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft in Rom (Italien) war für Lucas di Grassi fünf Minuten zu lang: In Führung liegend und den Sieg bereits vor Augen, blieb der Brasilianer vom Team Audi Sport ABT Schaeffler drei Runden vor dem Ziel ohne Vortrieb stehen. Sein Teamkollege René Rast fuhr von Startplatz 20 auf Rang sechs nach vorn.

 Lucas di Grassi der tragische Held beim E-Prix in Rom

„Unser Auto ist fantastisch“, sagte Lucas di Grassi schon vor dem ersten Europa-Wochenende der neuen Formel-E-Saison. Mit einer Bestzeit im ersten Freien Training und Startplatz vier unterstrich der Audi-Werksfahrer seine Aussage. Im spektakulären E-Prix auf dem umgestalteten Kurs in der italienischen Hauptstadt blieb das gesamte Starterfeld eng zusammen. Di Grassi übernahm früh die Führung und behielt nach zahlreichen harten Zweikämpfen die Oberhand. Der verdiente Sieg war nach über 20 Runden bereits zum Greifen nah, als der Brasilianer plötzlich langsamer wurde und seinen Audi e-tron FE07 nur fünf Minuten vor Schluss abstellen musste.

„Ein technisches Problem so kurz vor Rennende ist hart“, sagte di Grassi. „Für die Mechaniker, für die Ingenieure, für mich. Wir hatten heute den Speed, das Rennen zu gewinnen. Ich lag die meiste Zeit in Führung und hatte tolle Überholmanöver. Wir werden hart arbeiten, um morgen noch stärker zu sein.“

Teamkollege René Rast verspielte die Chance auf ein Podium bereits im Qualifying. Nach einem leichten Mauerkontakt konnte der Deutsche seine Zeitrunde nicht beenden. Mit einem fehlerfreien Rennen kämpfte sich der dreimalige DTM-Champion in die Punkteränge nach vorn. „Wenn man von Startplatz 20 losfährt, muss man mit einem sechsten Platz zufrieden sein“, sagte Rast, der auch in der Gesamtwertung der Formel E auf Rang sechs liegt. „Es war ein cooles Rennen, ich hatte viel Spaß, das Auto war schnell."

„René ist ein cleveres Rennen gefahren, seine Crew hat ihn mit der richtigen Strategie perfekt unterstützt“, sagte Teamchef Allan McNish. „Darüber freuen wir uns. Aber dass wir heute den Sieg so knapp verpasst haben, tut sehr weh. Lucas hat sich an der Spitze einen fantastischen Kampf mit Jean-Eric Vergne geliefert und das Rennen fünf Minuten vor Schluss angeführt. Über Funk zu hören, dass er keinen Vortrieb mehr hat, war extrem hart für uns alle.“