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König Bansah

Hier Mechaniker, dort Monarch: Dieses Machtgefälle bestimmt das Leben von Cephas Bansah aus Ghana.

Schon das Briefkastenschild macht klar: Hier regiert ein besonderer KFZ-Meister.

Einbrecherschutz auf afrikanische Art: Eine Voodoo-Puppe bewacht das Haus von Togbui Ngoryifia Céphas Kosi Bansah - so der offizielle Name des ghanesischen Königs.

Im blauen Overall, mit Schiebermütze und Schraubenschlüssel, ...

... Herr über eine Autowerkstätte in Ludwigshafen, drei Gesellen und drei Lehrlinge.

Bald 65 und kein bisschen Ruhe. Céphas Bansah denkt an den Verkauf seiner Autowerkstatt. Als König wird er niemals pensioniert.

Um 17 Uhr macht Mechaniker Bansah Feierabend. Nach dem Abendessen - er kocht gerne selbst - beginnt am Computer seine Arbeit als Monarch Bansah.

In vollem Königsornat, 20 Kilo Gold und Messing um den Hals: Herrscher über das Eweland in Ghana und geistiges Oberhaupt von 2.3 Millionen Ewe.

Am königlichen Outfit zeigt sich, warum die Engländer ihre Kolonie "Goldküste" nannten. Seit 1957 heisst sie Ghana und ist eine der stabilsten Demokratien Afrikas.

Sitzt der König in Afrika auf dem Thron, müssen sich ihm die Untertanen kniend nähern und ihre Bitten an einen Mittelsmann richten.

Diese Hand kann nicht nur regieren und reparieren, sie kann auch boxen: 1975 wurde Céphas Bansah Box-Bezirksmeister im Fliegengewicht.

Der König und seine pfälzische Gattin Gabi beim Credo-Interview. Sie organisiert alles, von Medienterminen über Fernsehsendungen bis zu Afrikareisen.

Zum Auftritt bereit: König Bansah lässt sich als Majestät buchen, um Spenden für sein Volk zu sammeln. Damit baute er unter anderem die längste Fussgängerbrücke Ghanas.

Céphas Bansahs Wohnhaus in Ludwigshafen: "Alles, was ich kann und besitze, verdanke ich den Deutschen."